Die Klausel entscheidet, nicht der Beitrag
Wenn Beamtinnen und Beamte mir ihre bestehende Police zeigen, steht auf dem Deckblatt fast immer „mit Dienstunfähigkeitsklausel“. Der entscheidende Satz steht aber weiter hinten in den Bedingungen. Dort trennt sich, ob der Versicherer die Zurruhesetzung durch deinen Dienstherrn anerkennt oder ob er sich eine eigene Prüfung vorbehält.
Diese eigene Prüfung ist der Punkt, an dem viele Verträge im Ernstfall auseinanderfallen. Der Dienstherr sagt dienstunfähig, der Versicherer sagt, im Sinne der Bedingungen liege keine Berufsunfähigkeit vor. Du stehst dazwischen, ohne Gehalt und mit Anwaltskosten.
Was Niedersachsen dir im Ernstfall zahlt
Das Niedersächsische Beamtenversorgungsgesetz regelt, wann du überhaupt ein Ruhegehalt bekommst und wie hoch es ausfällt. Ohne die notwendige Mindestdienstzeit wirst du in der gesetzlichen Rentenversicherung nachversichert. Was dann ankommt, liegt bei jungen Beamtinnen und Beamten oft im Bereich weniger hundert Euro im Monat.
Selbst mit Ruhegehaltsanspruch bleibt eine Lücke. Das Ruhegehalt errechnet sich aus deiner bisherigen Dienstzeit, nicht aus der, die du eigentlich noch vor dir gehabt hättest. Wer mit 38 dienstunfähig wird, hat nun einmal keine 40 Dienstjahre angesammelt.
Lehrkräfte, Polizei, Verwaltung: drei verschiedene Baustellen
- Lehrkräfte: Der häufigste Grund für Dienstunfähigkeit sind psychische Erkrankungen. Genau hier fragen Versicherer besonders genau nach Vorbehandlungen, und genau hier lohnt sich die anonyme Voranfrage am meisten.
- Polizei und Feuerwehr: Hier zählt zusätzlich die Polizeidienstunfähigkeit. Sie greift früher als die allgemeine Dienstunfähigkeit, wird aber längst nicht von jedem Tarif abgebildet.
- Verwaltung: Meist unproblematisch in der Annahme, dafür oft unterversichert. Viele Verträge stammen aus der Ausbildungszeit und wurden seither nie an das gestiegene Gehalt angepasst.
Wie ich vorgehe
Zuerst schauen wir uns deinen Status an: Widerruf, Probe oder Lebenszeit, Dienstjahre, Besoldungsgruppe. Daraus ergibt sich, was dir im Ernstfall zusteht und wie groß die Lücke ist. Erst danach reden wir über Tarife.
Anschließend prüfe ich die Bedingungswerke der relevanten Anbieter auf die echte DU-Klausel, den Verzicht auf abstrakte Verweisung, den Prognosezeitraum von sechs Monaten und die Nachversicherungsgarantien für deine Verbeamtung auf Lebenszeit. Bei Vorerkrankungen geht die anonyme Voranfrage voraus. Mehr zum Ablauf findest du auf meiner Seite zur Berufsunfähigkeitsversicherung in Hannover. Wenn zusätzlich die Krankenversicherung ansteht, ist die PKV für Beamte in Hannover der passende Einstieg.
