Der Start ins Referendariat ist eine Weichenstellung
Mit dem Tag deiner Vereidigung änderst du dein Krankenversicherungssystem, oft ohne es zu merken. Dein Dienstherr übernimmt über die Beihilfe einen festen Anteil deiner Krankheitskosten. Für den Rest brauchst du einen privaten Restkostentarif. Bleibst du dagegen in der gesetzlichen Kasse, zahlst du den vollen Beitrag allein und deine Beihilfe läuft ins Leere.
Das ist keine Kleinigkeit. Über die Dauer des Referendariats reden wir schnell über einen vierstelligen Betrag, und im weiteren Berufsleben über ein Vielfaches davon.
Die Frist, die niemand kommuniziert
Der wichtigste Punkt beim Start ist die Frist für die Öffnungsaktion. Sie sichert dir bei Vorerkrankungen die Aufnahme zu erleichterten Bedingungen: keine Ablehnung, keine Leistungsausschlüsse, ein gedeckelter Risikozuschlag. Voraussetzung ist, dass du den Antrag innerhalb des Zeitfensters nach Beginn deines Beamtenverhältnisses stellst.
Wer diese Frist verpasst, wird ganz normal risikogeprüft. Bei einer Psychotherapie in der Studienzeit, einer Rückenoperation oder einer Allergiebehandlung kann das den Unterschied zwischen einem normalen Beitrag und einem dauerhaften Zuschlag ausmachen.
Worauf ich beim Anwärtertarif wirklich schaue
- Die Anschlussoption. In welchen Tarif wechselst du nach dem Referendariat, und zu welchen Bedingungen? Ohne erneute Gesundheitsprüfung ist Pflicht.
- Die Option auf Nichtübernahme. Wirst du nicht übernommen, brauchst du eine Regelung für den Wechsel in einen Normaltarif oder zurück ins gesetzliche System.
- Die Leistungen, nicht nur den Beitrag. Anwärtertarife sind fast überall günstig. Die Unterschiede liegen bei Psychotherapie, Heilmitteln, Hilfsmittelkatalog und Zahnersatz.
- Die Beitragsentwicklung. Ein Versicherer mit stabiler Kalkulation ist über 40 Jahre mehr wert als 15 Euro Ersparnis heute.
Mein Ablauf mit Referendarinnen und Referendaren
Wir klären zuerst deinen Beihilfebemessungssatz und deine Familiensituation. Danach schauen wir, ob eine Vorerkrankung im Spiel ist, und wenn ja, gehe ich in die anonyme Voranfrage. Erst dann vergleiche ich die Restkostentarife der relevanten Beihilfeversicherer, mit Blick auf den Tarif nach dem Referendariat, nicht nur auf den Anwärterbeitrag.
Wenn du zusätzlich deine Arbeitskraft absichern willst, gehört die Dienstunfähigkeitsversicherung in dasselbe Gespräch. Alles Weitere zur Krankenversicherung für Beamtinnen und Beamte findest du auf meiner Seite zur PKV für Beamte in Hannover.
