Struktur statt Einzelprodukte
Vermögensaufbau scheitert selten an der Produktauswahl und fast immer an der Struktur. Wer drei Versicherungen, vier Sparpläne, eine ETW und ein paar Aktien hat, ohne dass das Ganze zusammenpasst, baut Vermögen viel mühsamer auf als nötig.
Deshalb steht in meiner Beratung am Anfang nie ein Produkt, sondern eine Struktur. Vier Bausteine: Liquidität (Notgroschen), Absicherung (BU, Haftpflicht, Risikoleben), laufender Vermögensaufbau (ETF/Police), langfristige Vorsorge (Schicht 1/2/3). Erst wenn die Struktur steht, sprechen wir über Tarife und Broker.
Anlagehorizont und Risiko, die ehrliche Zuordnung
Risiko ist nicht abstrakt, es ist die Wahrscheinlichkeit, dass dein Portfolio zu einem bestimmten Zeitpunkt unter Wasser steht. Welche Aktienquote für dich passt, hängt an drei Dingen:
- Anlagehorizont, wie lange kann das Geld arbeiten, ohne dass du es brauchst?
- Risikotragfähigkeit, was kannst du finanziell aushalten, ohne andere Lebensentscheidungen zu gefährden?
- Risikotoleranz, was kannst du emotional aushalten, ohne in der Krise zu verkaufen?
Diese drei Werte sind verschieden. Eine Strategie, die nur die ersten beiden berücksichtigt und an der dritten scheitert, kostet im echten Leben mehr Rendite als jede Tarifoptimierung.
Die richtige Verpackung, Broker, Nettopolice oder Tagesgeld?
Tagesgeld & Festgeld: Notgroschen (3, 6 Monatsausgaben) und kurzfristige Reserven. Keine Vermögensaufbau-Lösung, aber unverzichtbar als Basis.
ETF-Sparplan beim Broker: Maximal günstig (Effektivkosten oft unter 0,3 %), flexibel, transparent. In den meisten Fällen die richtige Wahl für den langfristigen Vermögensaufbau.
Nettopolice: Versicherungsmantel um deine Fonds. Steuerlich attraktiv ab 15+ Jahren Laufzeit, weil in der Auszahlphase nur die Hälfte des Ertrags versteuert wird. Wir prüfen die Effektivkosten, die meisten Standardpolicen scheitern an dieser Hürde, gute Nettopolicen liegen zwischen 0,8 und 1,3 %.
Klassische Fondspolice der Bank: selten zu rechtfertigen, fast immer zu teuer.
Drei typische Fehler beim Vermögensaufbau
1. Zu spät anfangen. Wer mit 25 anfängt, braucht etwa ein Drittel der Sparrate von jemandem, der mit 40 anfängt. Der teuerste Fehler ist immer der nicht gestartete Sparplan.
2. Auf Stockpicking, Hype-Themen oder „heißen Tipp“ setzen. Einzelaktien und Themen-ETFs sind Spekulation. Für den Vermögensaufbau zählen breit gestreute Indizes und Disziplin.
3. Beim ersten Crash verkaufen. Wer 2008 oder 2020 ausgestiegen ist, hat den größten Teil der Erholung verpasst. Disziplin schlägt Timing, fast immer.
Was dich von vielen anderen Anlegern unterscheidet
Die wirklich erfolgreichen Anleger:innen, die ich in Hannover begleite, haben drei Dinge gemeinsam:
- Sie haben einen schriftlichen Plan, und folgen ihm.
- Sie haben eine Strategie, die sie erklären können, auch ihren Eltern.
- Sie ändern ihren Plan nicht wegen Schlagzeilen, sondern nur wegen Lebensereignissen.
Daran arbeiten wir gemeinsam, nicht an der Frage, welcher ETF letztes Jahr 2 % besser lief.
Unabhängiger Vermögensberater in Hannover: was das bei mir bedeutet
Wer in Hannover nach einem Vermögensberater sucht, landet meistens bei Vertrieben, die an eine Gesellschaft gebunden sind. Ich bin das nicht. Ich arbeite als unabhängiger Versicherungsmakler im Auftrag meiner Mandant:innen und nicht im Auftrag eines Produktgebers.
Praktisch heißt das: Ich schaue mir dein Gesamtbild an, bevor irgendjemand über ein Produkt spricht. Liquidität, laufende Kosten, Absicherung der Arbeitskraft, bestehende Verträge, Steuerlast und Zeithorizont. Erst wenn diese Reihenfolge steht, ist eine Entscheidung über den Vermögensaufbau überhaupt sinnvoll.
Und wenn die richtige Antwort lautet, dass du nichts abschließen solltest, bekommst du genau diese Antwort. Das ist der Unterschied zwischen Beratung und Vertrieb.
Wo meine Zulassung endet: keine Anlageberatung
Ich halte eine Erlaubnis als Versicherungsmakler nach § 34d GewO. Eine Erlaubnis zur Anlageberatung oder Anlagevermittlung nach § 34f GewO habe ich bewusst nicht. Das sage ich offen, weil es für dich einen Unterschied macht.
Was ich für dich tun kann: deine finanzielle Struktur einordnen, deine Arbeitskraft und deine Risiken absichern, Altersvorsorge planen, Versorgungslücken berechnen, Versicherungslösungen wie Nettopolicen vergleichen und dir Kosten, Steuerwirkung und Funktionsweise verständlich erklären.
Was ich nicht tue: Empfehlungen zu einzelnen Fonds, Aktien, Depots oder Kryptowerten aussprechen, Depots vermitteln oder Renditen in Aussicht stellen. Wo eine echte Anlageberatung nötig ist, sage ich dir das und du holst sie dir bei einer entsprechend zugelassenen Stelle.
Für die meisten Mandant:innen ist genau diese Abgrenzung hilfreich, weil sie sichtbar macht, woran sie gerade arbeiten: an der Absicherung des Erreichten oder am Aufbau von Vermögen. Beides gehört zusammen, ist aber nicht dasselbe.
Die Reihenfolge, die ich in Hannover am häufigsten korrigiere
Die meisten Menschen starten beim Vermögensaufbau in der falschen Reihenfolge. Zuerst kommt das Produkt, dann irgendwann die Absicherung und ganz zum Schluss die Frage, ob überhaupt genug Reserve da ist. Ich drehe das um.
- Liquidität: drei bis sechs Monatsausgaben, jederzeit verfügbar. Ohne diese Reserve wird jeder Sparplan beim ersten unerwarteten Ereignis geplündert.
- Existenzielle Risiken: Berufsunfähigkeit, Haftpflicht und je nach Familiensituation eine Absicherung im Todesfall. Was ich hier ausführlich erkläre, findest du unter Berufsunfähigkeitsversicherung.
- Laufender Aufbau: eine Sparrate, die auch in einem schlechten Monat stehen bleibt, und eine Verpackung, die zu Horizont und Steuerlast passt.
- Langfristige Vorsorge: die Verbindung zum Ruhestand, inklusive Rentenlücke. Das rechnen wir unter Altersvorsorge in Hannover konkret durch.
In dieser Reihenfolge wird aus einzelnen Verträgen ein Plan. Das übergeordnete Bild dazu beschreibe ich unter Finanzberatung in Hannover.
